FAQ: Häufig gestellt Fragen:

Grundsätzliche Fragen vor dem Kauf

Ist eine Probefahrt möglich?

Ja, mach einfach mit mir einen Termin aus.

Braucht man den Lenkerschalter?

Lenkerschalter

Der Lenkerschalter oder auch Remote Control genannt, ist die Bedieneinheit
am Lenker und kann auch nachträglich mit dem add-e NEXT Nachrüstantrieb
gekoppelt werden. Er ist eine optionale Ergänzung, also nicht Bestandteil des Komplettsets!

Mit dem Lenkerschalter kann die gesamte Steuerung erfolgen. Somit kann der Akku auch an schwer zugänglichen Orten platziert werden. Er „überstimmt“ quasi den Drehregler am Akku.

Mein Fahrrad ist für einen Getränkehalter nicht vorgesehen, hat also keine entsprechenden Löcher.

Das ist kein Problem, da mit jedem Komplettset auch Stahlbänder dabei sind, die dann quasi als „anywherehalter“ fungieren. 

Welche Montage ist an meinem Rad möglich?

  • Seitenständermontage: Hat dein Rad einen (Mittel-)Seitenständer?
    • Es ist darauf zu achten, dass die Seitenständeraufnahme einen ausreichenden Abstand zum Hinterrad hat.
    • Können die Seilzüge „verschoben“ werden, so dass die Montageplatte anzubringen ist?
    • Dann kannst du den add-e an der Seitenständermontage montieren und bringst einen neuen Seitenständer einfach hinten an.
    • Hier ist kein sopezifisches Fahrradwerkzeug notwendig.
Seitenständermontage
  • Tretlagermontage
    • Ist die Seitenständermontage nicht möglich, so ist diese Variante zu empfehlen.
    • In einigen Fällen ist die linke Lagerschale ohne Flansch oder aus Kunstoff ausgeführt. Für eine sichere und dauerhafte Montage sollten stets Metalllagerschalen mit beidseitigem Flansch verwendet werden.
    • Hier ist Fahrradwerkzeug zum Ausbau des Tretlagers notwendig. Siehe Onlineshop www.easy-ebike.org/shop
Tretlagermontage mit den kurzen Ärmchen
  • Montage mit der Hebie-Gegenplatte
    • Diese Variante kommt dann zum Einsatz, wenn weder Variante 1 noch Variante 2 möglich ist. Hier ist besonders auf ausreichende Platzverhältnisse zu achten.
    • Die Hebie-Gegenplatte ist nicht im Standard-Montageset enthalten, kann aber im Onlineshop www.easy-ebike.org/shop erworben werden.
Montage mit der Hebie-Gegenplatte

Ist mein Fahrrad für die Montage geeignet?

  • Grundsätzlich passt der add-e an FAST jedes Fahrrad!
  • Es gibt jedoch Ausnahmen:
    1. Das Rad hat eine eingepresstes Ttetlager bzw. ein sog. „pressfit“ Tretlager: Hier ist ein Anbau meistens in Eigenregie äußerst schwierig. Nur Fachleute bekommen das hin.
    2. Das Rad ist ein sog. „fully„, d.h. es hat eine Vollfederung vorne und hinten:
      Die Montage ist nur dann möglich, wenn der Abstand zwischen Hinterrad und dem Motor konstant bleibt, das heißt die Hinterraddämpfung muss komplett sperrbar sein. Oder der Antrieb kann direkt an den Hinterradstreben montiert werden.
  • Der Hinterreifen soll nicht grobstollig sein. Siehe hier.
  • Hat der Akku am vorgesehenen Anbringungsort genug Platz zum Rein- und Rausziehen? Hast du ein Trapezrahmen-Fahrrad, dann schau dir bitte die Bilder hier an.
  • Reicht die Standard-Kabellänge für den Akku von 35 cm aus? Oder benötigst du 60cm (ohne Aufpreis möglich)?

Klären Sie das unbedingt vorher ab! Schließlich sollen Sie ja zufrieden sein.

Allgemein

Was hat es mit den Sensoren auf sich?

add-e Sensoren

Hierbei handelt es sich um Bluetooth-Sensoren (kabellose Sensoren).
Die Sensoren sind speziell für den add-e Nachrüstantrieb entwickelt worden und
sind ausschließlich mit diesem zu nutzen.
Beim Kauf eines add-e Nachrüstantriebes sind die enthaltenen Sensoren – 1x PAS
Sensor (P) und 1x Speed Sensor (S) mit der dazugehörigen Antriebseinheit angelernt.
Das heißt, die Antriebseinheit erkennt die Sensoren automatisch, sobald diese
bewegt werden. Sollte ein Sensor verloren gehen, müssen beide Sensoren angelernt
werden.

Die Sensoren des add-e Nachrüstantriebes reagieren auf Bewegung.
Die dazugehörige Antriebseinheit erkennt automatisch bereits angelernte Sensoren.
Wird das Fahrrad nicht genutzt, gehen die Sensoren automatisch nach ca. 1 Min. in
den Sleep-Modus. Das heißt, es besteht keine Funkverbindung zwischen Antriebseinheit
und Sensor. Wird das Fahrrad bewegt, „wachen“ die Sensoren automatisch
auf und senden ihre Daten an die Antriebseinheit.

Die Batterie hält durchschnittlich 1-2 Jahre, abhängig von der Häufigkeit der Nutzung.
Sollte die Batterie des Sensors leer werden, kann diese problemlos getauscht
werden. Nach dem Tausch der Batterie, muss der Sensor nicht mit der Antriebseinheit
neu angelernt werden. Dieser wird von der dazugehörigen Antriebseinheit
automatisch erkannt.

Muss ich die Reibrolle pflegen?

Falls sich der Reibrollenbelag mit Verschmutzung, z. B. torfhaltiger Erde, zusetzt,
kann der Belag mit Wasser und weicher Bürste (keine Stahlbürste oder dergleichen)
gereinigt werden. Sollte dieser nicht gereinigt werden, kann dies zum „Durchrutschen“ des Reifens und einer Fehlfunktion führen.

Der Reibrollenbelag ist ein Verschleißteil. Wie schnell dieser abgenutzt wird, hängt
von verschiedenen Faktoren ab: Einstellung zum Hinterrad, Gummimischung und
Profilierung des Reifens, Häufigkeit der Nutzung usw. Im Regelfall ist
nach etwa 10.000 km die Beschichtung verschlissen. GP Motion GmbH tauscht kostenlos den Reibrollenbelag für dich aus. Du musst nur die Versandkosten übernehmen.

Gewährleistung

Im Geltungsbereich des EU-Rechtes wird vom Verkäufer mindestens in den ersten
zwei Jahren nach Kaufdatum Sachmängelhaftung gewährt. Auf die Akkuzellen ist
dies auf 6 Monate nach Kaufdatum beschränkt.
Diese erstreckt sich auf Mängel, welche schon bei Übergabe vorhanden sind. In
den ersten sechs Monaten wird darüber hinaus vermutet, dass der Mangel schon
beim Kauf vorhanden war. Voraussetzung einer Eintrittspflicht des Käufers ist, dass
bei Montage, Gebrauch und Wartung alle vorgegebenen Bedingungen eingehalten
wurden.
Diese Regelungen betreffen nur Staaten, die dem EU-Recht unterliegen. In der
Schweiz ist die Haftung auf ein Jahr nach Kaufdatum beschränkt.
Von der Gewährleistung ausgeschlossen sind Verschleißteile wie z. B. Akkugehäuse
(Kratzer, Stürze, Gewalteinwirkung usw.), Reibrolle, Kratzer und Beschädigungen
verursacht durch Selbstverschulden.
Jegliche Manipulation oder Veränderung, welche nicht ausdrücklich in der Montage-
oder Bedienungsanleitung, Montagevideo oder durch schriftliche Erlaubnis der
GP Motion GmbH zugelassen sind, führen zum Gewährleistungsverlust.
Schäden am add-e Akku durch Tiefenentladung (z. B. durch längeren Nichtgebrauch)
oder durch die Verwendung eines nicht von add-e vertriebenen anderen Ladegeräts sind von der Gewährleistung ausgeschlossen. Bei längerem Nichtgebrauch muss der add-e Akku aus der Halterung entfernt werden.
Im Gewährleistungsfall ist mit dem jeweiligen Verkäufer Kontakt aufzunehmen. Die
fehlerhaften Teile werden vom Hersteller oder Fachhändler repariert oder ausgetauscht.
Die defekten Teile bzw. das add-e Set müssen für die Gewährleistungsabwicklung
vom Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Rechtliche Hinweise

Laut der Pedelec Norm EN 15194/2017 beträgt die max. Unterstützungsgeschwindigkeit
25 km/h unter einer nominalen Dauerleistung von 250 W. Der add-e Sport
wird mit Mapping 2 ausgeliefert. Das heißt, mit einer max. Unterstützungs-geschwindigkeit von 25 km/h und einer Dauerleistung (in Stufe 5) von max. 600 W. Dies entspricht ebenfalls der oben angeführten Norm.
Die add-e Sport Edition ermöglicht es mit einer durchschnittlich höheren Geschwindigkeit (max. bis zu 45 km/h) zu fahren. Um den add-e Sport in der EU gesetzeskonform zu nutzen, wird diese werkseitig mit dem Mapping 2 ausgeliefert (25 km/h, 600 W Peak-Leistung). Eine Veränderung dieser Parameter ist nur dann möglich,
wenn ein Hardware Dongel auf der Antriebseinheit aufgesetzt wird, der im Lieferumfang enthalten ist. Wird dieser Dongel nach der Anpassung nicht mitgeführt, besteht selbst im Falle eines Unfalles keine Manipulationsgefahr und es gilt auch für add-e Sport die eingestellte Höchstgeschwindigkeit (25 km/h) als bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit entsprechend der zulassungsfreien Pedelec Norm EN 15194/2017. Dies kann nach eigenem Wunsch mittels des „Aufsetzdongels“ sowohl
für die Motorleistung als auch für die Höchstgeschwindigkeit geändert werden, entspricht jedoch dann nicht länger der EN 15194/2017.
Entspricht die gewählte Konfiguration nicht der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmung des aktuellen Landes, darf add-e nur mit Sondergenehmigung und/oder
für Renneinsätze und/oder auf Privatgelände verwendet werden.
Der Gesetzgeber sieht für die Verwendung von e-Antrieben an Fahrrädern für
unterschiedliche Länder verschiedene Regelungen vor. Dabei wird im Regelfall
immer das Gesamtrad zur Beurteilung herangezogen. Ob durch die Nachrüstung
mit einem e-Motor generell andere Regelungen gelten, z. B. zur Beleuchtung, ist
ebenfalls länderabhängig.
Der Nutzer ist dafür verantwortlich, sich über die jeweils geltenden gesetzlichen
Regelungen zu informieren und dementsprechend zu verhalten. Auch abseits der
Straße sind Regelungen im Bezug auf die elektrische Leistung, Höchstgeschwindigkeit
und Tretunterstützung zu beachten.

Was bringt das neue Schnellladegerät?

Wie es der Name schon sagt: Es lädt schneller 🙂

Wer also bei einer Tagestour zur Mittagszeit einkehren will, kann den Wirt nach einer Steckdose fragen und den Akku aufladen.

Jedoch nicht für den S-Akku zu haben!

Funktioniert der add-e auch bei Regen und Nässe?

Ja!

Was ist der Unterschied zwischen der lite und der sport-Version?

Damit hat die SportVersion deutlich mehr Kraftreserven für anstrengendere Fahrten.

Ist der add-e überhaupt erlaubt?

Auf dieser Seite will ich einige Missverständnisse ausräumen, die man oft in Gesprächen mit Fahrradhändlern hört. Klar ist, dass sie die ebike-Nachrüstsätze schlecht reden, da sie als Konkurrenz gesehen werden. Immerhin verkaufen sie lieber ihre eigenen E-Bikes. Dann wird schon mal das Märchen erzählt, es sei sogar illegal, sich einen Nachrüstsatz zu montieren, weil diese keine CE-Zulassung hätten…. usw.  

Gliederung:

  1. Konkrete Fragen
  2. Die Rolle des Händlers, wie z.B. „easy-ebike“

1. Hier ein paar konkrete Antworten auf konkrete Fragen:

1.1 Benötige ich in Deutschland eine sog. „CE“-Kennzeichnung für den add-e?
Nein, aber add-e ist dennoch mit CE gekennzeichnet und wird nach den entsprechenden Normen gebaut.

1.2 Der Fahrradhändler, bei dem ich mein Rad gekauft habe, weigert sich, mein Rad zu reparieren oder eine Inspektion durchzuführen. Was kann ich tun?
– Einfach vorher den Akku und den Antrieb abnehmen. DAS geht ja blitzschnell.
– Es spricht nichts dagegen, das Fahrrad auch mit montiertem Antrieb zu einer Inspektion zu geben. Für eine Weigerung, an einem nachgerüsteten Rad einen Service durchzuführen, gibt es keinen Grund.
– Rede mit dem Fahrradhändler, notfalls mit dem Chef, und kläre ihn darüber auf, dass ein Nachrüstsatz nichts Illegales ist.
– Was soll ein ebike-Nachrüstsatz z.B. mit dem Einstellen der Schaltung zu tun haben?

!!! Vergessen wir eines nicht:
Ein ebike muss laut Straßenverkehrszulassung in Deutschland bei 25 km/h abregeln. Höhere Geschwindigkeiten sind jedoch auch darüber hinaus möglich, wenn ich z.B. einen Berg hinunter fahre, kann ich schon schnell bei 50 Sachen sein. Dann unterstützt mich ein Anbausatz schon lange nicht mehr.
LOGIK?

1.3 Verliert ein noch relativ neues Rad die Garantie bzw. Gewährleistung, wenn ein add-e angebaut wird?
Nein, der Antrieb kann vollständig und rückstandsfrei wieder abgebaut werden. Er ist somit zu 100% reversibel und lässt sich eher mit dem Anbringen von Beleuchtung und Schutzblechen am Fahrrad vergleichen als mit dem klassischen e-Umbau, bei dem ganze Baugruppen, z.B. am Hinterrad, getauscht werden. Die verwendeten Montagepunkte sind genormt und für wesentlich höhere Belastungen ausgelegt.
Entscheidend ist ja die Kraft auf den Rahmen und die ist z.B. im Wiegetritt um ein vielfaches „bösartiger“ als der gleichmäßig unterstützende add-e Motor. Von einem echten Mehrgewicht kann man bei add-e ja auch nicht sprechen.

2. Nun geht es um die Rolle des Händlers:
Im Folgenden habe ich das Interview mit Dr. Kapoor von der international agierenden Kanzlei Noerr LLP in München mit dem emobiljournal kurz zusammengefasst:

Das komplette Interview ist als download ganz unten verfügbar.

emobiljournal: Die bei Verbrauchern enorm beliebte Nachrüstung von Elektroantrieben für Fahrräder steht in letzter Zeit rechtlich im­ mer wieder unter Beschuss. Teilweise wird behauptet, Nachrüstlösungen seien illegal. Zu Recht?

Dr. Kapoor Nein. … Produkte sind nur dann illegal, wenn der Gesetzgeber ihren Vertrieb verbietet. Dies ist weder für fabrikneue E-Bikes der Fall, noch für solche, die durch nachträgliche Montage eines Antriebssystems entstehen. Es bestehen also grundsätzlich keine rechtlichen Bedenken, wenn ein Verbraucher sein Lieblingsrad zum E-Bike aufrüsten möchte.

Insbesondere Fahrradhändler haben Sorge, mit der Montage von nachrüstbaren Elektroantrieben unübersehbare Risiken einzugehen oder sich sogar strafbar zu machen. Ist diese Sorge wirklich unbegründet?

Dr. Kapoor: Ja, diese Sorge ist in aller Regel unbegründet. Der Einbau eines Nachrüstantriebes ist weder strafbar noch bringt er für den Händler nennenswerte Produkthaftungsrisiken mit sich.

Wie kann der Händler sicherstellen, dass das Fahrrad mit dem von ihm verbautem Antriebssystem hinreichend sicher ist. Der Händler hat ja weder das Fahrrad, noch das Antriebssystem vor der Montage an das Fahrrad getestet?

Als Händler muss und kann er sich im Normalfall darauf verlassen, dass Produkte, die er von Herstellern bezieht, die diese Produkte getestet haben, hinreichend sicher sind. …

Ein Restrisiko für den Händler besteht deshalb allenfalls dort, wo der Einbau des Antriebssystems für sich betrachtet Risiken mit sich bringt, die weder der Hersteller des Antriebssystems, noch der Hersteller des Fahrrads berücksichtigt haben. Dies kann dann der Fall sein, wenn der Händler grobe Montagefehler macht oder die Montage an einem ersichtlich ungeeigneten Fahrrad vornimmt.

Wie sieht es mit den Risiken für den Händler aus, wenn der Motor an ein gebrauchtes Fahrrad montiert wird? Wie kann der Händler in dieser Konstellation wissen, dass das Fahrrad noch allen Anforderungen entspricht, auf die es in neuwertigem Zustand getestet wurde?

Rechtlich spricht grundsätzlich auch nichts dagegen, ein Antriebssystem nachträglich an einem gebrauchten Fahrrad zu montieren.

Seit kurzem gibt es mit der DIN EN 15194:2017 eine neue E­Bike­Norm. Spätestens seit Inkrafttreten dieser Norm sei der Einbau von Nachrüstsystemen verboten, heißt es immer wieder einmal im Markt. Ist das so richtig?

Nein. Die Antriebssysteme seriöser Hersteller entsprechen selbstverständlich allen Vorgaben der von Ihnen genannten Norm. … Bei der genannten technischen Norm handelt es sich um eine technische Spezifikation eines Normungsgremiums und nicht etwa um ein Gesetz. Niemand, kein E-Bike-Hersteller und kein Händler ist verpflichtet, die Vorgaben einer technischen Norm einzuhalten. Solche Normen werden in erster Linie durch die Industrie geschaffen, die dabei natürlich bestimmte Interessen verfolgt.

Die höheren mechanischen Anforderungen der E­Bike­Norm ergeben sich aber doch sicher daraus, dass normale Fahrräder, wenn sie mit Antriebssystemen nachgerüstet werden, viel höheren Belastungen ausgesetzt sind und es deshalb häufiger zu Unfällen kommt, oder?

Eben nicht. … Es gibt de facto keine Unfälle mit E-Bikes, die ihre technische Ursache in der Nachrüstung herkömmlicher Fahrräder mit entsprechenden Antriebssystemen bzw. auf mangelnde mechanische Eignung solcher Fahrräder zurückführen ließen. Unfälle mit E-Bikes sind in nahezu allen Fällen auf menschliches Versagen im Verkehrsgeschehen zurückzuführen.

Denn: Anders als manche vermeintliche Branchenkenner, möchte der Gesetzgeber nachträglich verbaute Antriebssysteme in keiner Weise diskriminieren.

Und woher weiß der Fahrradhändler, welche Kennzeichnungen und Unterlagen im Einzelfall benötigt werden?

Die seriösen und marktführenden Hersteller solcher Antriebssysteme unterstützen die Händler hier umfassend. Sie erläutern ihren Kunden genau, was zu tun ist und stellen die erforderlichen Kennzeichnungen sowie die aufzubewahrenden Unterlagen von sich aus zur Verfügung.

Händler stehen also nicht mit einem Bein im Gefängnis oder vor dem finanziellen Ruin, wenn sie die gängigen elektrischen Antriebssysteme verbauen?

Aber nein, mitnichten. Wer die Instruktionen seriöser Antriebssystemhersteller befolgt und das betroffene Fahrrad vor der Montage einem entsprechenden Check unterzieht, ist auf der sicheren Seite. Strafrechtlich
relevant sind ausschließlich
vorsätzliche Verstöße gegen
die Maschinenrichtlinie. Und 
das auch nur dann, wenn
 solche vorsätzlichen Verstöße beharrlich wiederholt
 werden, oder wenn durch 
solche vorsätzlichen Verstöße konkret das Leben oder
 die Gesundheit von Personen gefährdet wird. Ein seriös arbeitender Händler, der mit der gebotenen Sorgfalt ein Antriebssystem eines renommierten Herstellers verbaut, ist hiervon weit entfernt.

Vita:

Dr. Arun Kapoor

Rechtsanwalt Dr. Arun Kapoor ist auf die Bereiche Produkthaftung und Produktsicherheitsrecht bei der Kanzlei Noerr LLP spezialisiert.Zu seinen Mandanten gehören national und international agierende Unternehmen verschiedener Branchen sowohl aus dem Konsum- als auch aus dem Investitionsgüterbereich. Dr. Kapoor berät Produktion und Handel in sämtlichen Fragen der Produkthaftung, der Product Compliance und der technischen Produktregulierung. Er vertritt Industriemandanten gerichtlich und außergerichtlich in haftungs- rechtlichen Streitigkeiten sowie in produktbezogenen Verwaltungs- verfahren gegenüber deutschen und europäischen Behörden. Darüber hinaus verfügt er über umfangreiche Erfahrung in der Konzeptio- nierung und Abwicklung internationaler Produktrückrufe sowie in der rechtlichen Begleitung produktbezogener Krisensituationen.

Download des gesamten Interviews hier.

Wie funktioniert add-e?

Nur wenn in die Pedale getreten wird, unterstütz add-e, indem die Reibrolle an das Hinterrad drückt und somit seine Leistung entfaltet. Trampelt man nicht, unterstützt er auch nicht. Das macht ihn so effektiv.

Über zwei Tretkurbelsensoren an der Pedale und am Hinterreifen wird ermittelt, ob sich die Kurbeln drehen oder nicht.

Akku

Grundsätzliches zum Akku

Der add-e Akku ist das Energiepaket und die Kontrollzentrale des add-e Nachrüstantriebes. Das Ein-/Ausschalten sowie die Leistungsverstellung findet über
das Drehen des Akkuverschlusses statt. Die Ladestandsanzeige ist im Akkuboden
integriert.
Der add-e Akku wird teilgeladen geliefert und ist vor der ersten Inbetriebnahme
vollzuladen. Der Akku kann ohne Einschränkungen im Temperaturbereich von 0 °C
bis 40 °C genutzt werden. Bei niedrigenTemperaturen ist mit geringerer Reichweite
zu rechnen. Generell empfiehlt es sich, den Akku nicht für längere Zeit Temperaturen
unter 0 °C auszusetzen.
Die verwendete Akkutechnologie (Lithium-Ionen) weist entgegen älteren Akkutechnologien keinen „Memory-Effekt“ auf. Dadurch ist es möglich, den Akku jederzeit zu laden. Empfohlen wird sogar, den Akku nicht ganz leer zu fahren.
Der add-e Akku hat ein integriertes BMS (Battery Management System), um diesen
z. B. gegen Überspannung, Kurzschluss, Tiefenentladung und Temperaturproblemen
zu schützen.

Wie muss ich den Akku lagern?

Bei längerem Nichtgebrauch, besonders in den Wintermonaten, ist darauf zu achten,
dass der Akku nicht in der Akkuhalterung bleibt und dieser außerdem richtig
gelagert wird.
Ideal ist es, den Akku mit einer Ladespannung zwischen 20-23 V, bei ca. 7 °C zu
lagern. Bei längerem Nichtgebrauch ist die Spannung in regelmäßigen Abständen zu
prüfen und gegebenenfalls ist der Akku nachzuladen.
Sollte der Akku während der Fahrt komplett leergefahren worden sein, ist dieser
vor dem Einlagern auf die empfohlene Ladespannung zu laden.
Der add-e Akku ist frostfrei, in gut belüfteten Räumen und trocken zu lagern. Der
add-e Akku darf keinesfalls großer Hitze ausgesetzt werden.

Wie lange hält ein Akku?

Der Zellenhersteller garantiert 500 vollständige Ladezyklen. Da der Akku aber selten vollständig entladen und geladen wird, erhöht sich dieser Wert signifikant. In der Praxis wirst du selbst bei täglichem Einsatz erst nach 2-3 Jahren Einbußen in der maximalen Reichweite (ca. 80%) haben.

Wie weit komme ich mit einer Akkuladung?

Das kommt natürlich zum ersten auf den verwendeten Akku (S-M-L) an. 🙂

Je häufiger „hoch“ geschaltet wird und je steiler das Gelände ist, desto geringer wird die Reichweite. Beim Classic 200Wh-Akku waren es ca. 50 km Reichweite bei normaler Fahrt.

Da der add-e aber im entkoppelten Zustand keinerlei Reibung verursacht, können auch Ganztagestouren mit nur einer Ladung gafahren werden, wenn add- enur an anstrengenden Steigungen oder bei Gegenwind eingesetzt wird.

Die tatsächlich zurückgelegte (Gesamt-)Wegstrecke errechnet sich aus der gewählten Leistung (W) und der gefahrenen durchschnittlichen Geschwindigkeit (km/h) in Relation zur Zeit (h).

Wie lange dauert ein Ladevorgang mit dem mitgelieferten Reiseladegerät?

Eine Vollladung mit dem original „Reiseladegerät“ dauert bis zu 3 Stunden. Man spricht von Vollladung bereits beim Überschreiten von mehr als 95% der möglichen Kapazität. Es kann vorkommen, dass für die verbleibenden 2 – 5% bis zum Ladeschlussvorgang nochmals 1 Stunde benötigt wird. Das ist ganz normal und dient der Akkupflege.

Reifen

Welche Reifen sind zu empfehlen?

In der Regel muss bei Trecking- und Crossbikes kein neuer Reifen aufgezogen werden, da das Profil meistens in der Mitte einen – zumindest angedeuteten – Mittelsteg aufweist.

Bei Mountainbikes sollte ein neuer Reifen aufgezogen werden, der einen durchgehenden Mittelsteg hat: z.B: Schwalbe Hurricane oder Marathon MTB Plus. Bitte jedoch vor der Montage von add-e wechseln.

Wie lange hält der Reifen?

Kommt auf den verwendeten Reifen selbst und den Fahrstil an. Bei einem 28″ Reifen (Treckingrad) sollte ein Reifen bis 5000 km halten. Bei korrekter Einstellung und 250 Watt Antriebsleistung wirst du keinen erhöhten Verschleiß messen können. Grundsätzlich sollten qualitativ hochwertige Reifen aufgezogen werden.